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Beim Kurs von Bitcoin (BTC) ist es schon seit einiger Zeit ausgesprochen ruhig. Heute liegt die größte Kryptowährung erneut im Plus. Doch Ivo Melchers, technischer Analyst bei Newsbit, sieht kaum noch Spielraum für weitere Kursanstiege. Er rechnet mit einer Korrektur und nennt dafür mehrere Gründe.

Ruhe vor dem Sturm?

In den vergangenen zwei Wochen hat sich der Bitcoin-Kurs kaum bewegt. Wie die folgende Grafik zeigt, handelt die Kryptowährung in einer engen Spanne zwischen rund 82.600 und 87.400 Dollar.

Bitcoin bewegt sich seit einiger Zeit seitwärts.
Bitcoin bewegt sich seit einiger Zeit seitwärts. – Quelle: TradingView/Newsbit

Im Vierstundenchart ist zu erkennen, dass die Volatilität immer weiter abnimmt. Der Kurs scheitert wiederholt am Widerstand bei rund 87.000 Dollar, während die Tiefpunkte immer höher liegen.

Der Bitcoin-Kurs bildet ein aufsteigendes Dreieck.
Der Bitcoin-Kurs bildet ein aufsteigendes Dreieck. – Quelle: TradingView/Newsbit

Dieses Muster wird als aufsteigendes Dreieck bezeichnet und gilt in der Regel als bullisch. Käufer steigen zunehmend früher ein, während das Verkaufsangebot am Widerstand mit jedem erneuten Test abnimmt.

Die Handelsspanne von Bitcoin wird immer enger. Spätestens am Sonntag dürfte der Kurs daher mit hoher Wahrscheinlichkeit nach oben oder unten ausbrechen.

Zwei Gründe für eine mögliche Korrektur

Nach der bekanntesten Statistik zu diesem Chartmuster, die vom Chartforscher Thomas Bulkowski stammt, bricht ein aufsteigendes Dreieck in etwa zwei Dritteln der Fälle nach oben aus. Dennoch hält Melchers eine bevorstehende Korrektur für wahrscheinlich.

Im Tageschart zeichnet sich eine bärische Divergenz ab. Bitcoin steht wieder bei 87.000 Dollar, doch der RSI erreicht einen niedrigeren Höchstwert als beim letzten Mal. Der Kurs nähert sich damit erneut demselben Widerstand, allerdings mit schwächerem Momentum.

Fällt Bitcoin unter die aufsteigende Trendlinie, würde sich das Warnsignal der Divergenz bestätigen. Dann droht ein stärkerer Kursrückgang. Durchbricht der Kurs dagegen die Marke von 87.000 Dollar mit deutlichem Schwung, wäre das Signal hinfällig.

Ein ähnliches Bild gab es bereits zuvor. Nach dem Ausbruch Ende September stieg Bitcoin von 80.000 auf 87.000 Dollar, während der RSI einen niedrigeren Höchstwert erreichte. Auch damals verlor der Kursanstieg an Dynamik.

Das Warnsignal bestätigte sich: Bitcoin scheiterte an der Marke von 87.000 Dollar und fiel auf rund 83.000 Dollar zurück. Allerdings war der erste RSI-Höchstwert durch einen extrem schnellen Kursanstieg entstanden. Nach einem solchen Ausschlag fallen spätere Höchstwerte fast immer niedriger aus. Das Signal war daher weniger aussagekräftig, als es zunächst schien. Eine größere Korrektur blieb entsprechend aus.

Bitcoin verliert an Dynamik.
Bitcoin verliert an Dynamik. – Quelle: TradingView/Newsbit

Ein weiterer Grund zur Vorsicht ist die hohe Bedeutung der Widerstandszone zwischen 86.000 und 90.000 Dollar.

Bei rund 87.000 Dollar hatte Bitcoin zuvor seinen etwa drei Jahre anhaltenden Aufwärtstrend nach unten durchbrochen. Ein Kursniveau, an dem ein langjähriger Trend gebrochen wurde, wirkt später häufig als starker Widerstand. In diesem Bereich ist daher ein deutlicher Rücksetzer besonders wahrscheinlich.

Die Zone zwischen 86.000 und 90.000 US-Dollar ist ein wichtiger Widerstandsbereich für Bitcoin.
Die Zone zwischen 86.000 und 90.000 US-Dollar ist ein wichtiger Widerstandsbereich für Bitcoin. – Quelle: TradingView/Newsbit

Bei einer Korrektur könnte Bitcoin auf die Unterstützungszone zwischen etwa 81.000 und 83.000 Dollar zurückfallen.

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