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X ist vor allem als Social-Media-Plattform bekannt. Elon Musk verfolgt damit jedoch größere Pläne. Nutzer in den USA können seit dieser Woche per Klick weitergeleitet werden, um Coins wie Bitcoin (BTC) oder Aktien wie Tesla zu kaufen.
Der Einstieg in den Handel über X läuft über Cashtags. Das sind Ticker mit einem Dollarzeichen davor, etwa $TSLA für die Tesla-Aktie oder $BTC für Bitcoin. Ein Ticker ist das kurze Börsenkürzel einer Aktie, eines Fonds oder eines Coins.
Diese Cashtags gibt es bereits seit 2012. Nutzer können damit Gespräche über Aktien, ETFs und später auch Krypto leichter wiederfinden. Ähnlich wie Hashtags bei anderen Themen.
Unter Musk, der die Plattform Ende 2022 übernahm, führte X im April dieses Jahres sogenannte Smart Cashtags ein. Seitdem erscheinen Live-Kurscharts und Daten direkt in der Timeline.
Kanadische Nutzer erhielten im Rahmen eines Tests zugleich einen Handelsbutton. Laut X war der Versuch erfolgreich: Innerhalb weniger Tage soll darüber ein Handelsvolumen von rund 1 Milliarde Dollar entstanden sein.
Inzwischen sehen alle Nutzer in den USA einen solchen Button, der sie zu Interactive Brokers, Moomoo, Gemini, Kraken oder Coinbase weiterleitet. Dort melden sie sich an, eröffnen bei Bedarf ein Konto und geben die Order auf.
X fungiert damit lediglich als Weiterleitung zu den jeweiligen Plattformen. Die Orderausführung bleibt dort, ebenso die Verwahrung der Kundengelder.
„Mit Cashtags rückt der Ticker in der Timeline näher an den Markt heran“, schrieb Mridul Singhai, Leiter der Produktentwicklung bei X, vergangene Woche.
Wie viel X an vermittelten Kunden verdient, ist nicht bekannt. Unklar ist auch, wann der Button nach Europa kommt, auch wenn Kraken und Coinbase hier bereits aktiv sind.
Rund 132 Millionen Menschen sollen die Plattform täglich mobil nutzen. Für die Krypto-Adoption wäre es ein naheliegender Vorteil, wenn sie beim Lesen von Krypto-Beiträgen mit wenigen Klicks einsteigen könnten.
X ist seit Jahren ein fester Treffpunkt für Krypto-Anleger. Während sich Diskussionen auf Discord und Telegram über geschlossene Kanäle verteilen, wird auf X öffentlich mitdiskutiert.
Musk will X jedoch nicht nur als Ort für Gespräche über alles Mögliche verstanden wissen. Er baut die Plattform nach dem Vorbild des chinesischen WeChat zu einer App für nahezu alles um, in der Kommunikation und Bezahlen zusammenlaufen.
Im Zentrum steht der Zahlungsdienst X Money. Nach einer Testphase mit eigenen Mitarbeitern ging der Dienst Ende Juni in den USA an den Start, vorerst nur für zahlende X-Abonnenten.
Nutzer können darüber Geld aneinander senden und mit einer Visa-Debitkarte bezahlen. Zudem bietet X Money ein Sparkonto mit 6 Prozent Zinsen an, das über die US-Bank Cross River Bank läuft.
Dafür verfügt X in mehr als 40 US-Bundesstaaten über Lizenzen für Geldtransfers. In New York fehlt diese Genehmigung noch, weshalb X Money dort nicht verfügbar ist.
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