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Der Bitcoin-Kurs stand in den vergangenen Wochen stark unter Druck. Viele alteingesessene Anleger verkauften ihre Coins, und laut Dr. Matin Hiesboeck liegt das an „enormen Steuervorteilen“, die sie sich durch Investitionen in die Bitcoin-ETFs sichern können.
Owen Gunden, ein Bitcoiner der ersten Stunde, scheint ebenfalls davon profitieren zu wollen und überwies laut Lookonchain 11.000 Bitcoin an die Börsen. Vor wenigen Stunden schickte er seine letzten 3.549 BTC zu Kraken.
Laut Dr. Hiesboeck muss es sich nicht zwingend um einen endgültigen Verkauf handeln. „Der erste Grund ist, dass sie die Bitcoin in Form von ETFs zurückkaufen, die nach den aktuellen Regeln enorme Steuervorteile bringen – insbesondere in den Vereinigten Staaten“, so stellt er fest.
Es könnte also sein, dass die gewaltigen ETF-Zuflüsse der vergangenen Monate ebenfalls mit dieser Entwicklung zusammenhängen.
Ein weiterer Grund ist laut Hiesboeck, dass vielen dieser Menschen klar werde, dass die Blockchain die eigentliche Revolution sei – und nicht Bitcoin. Damit werden allerdings viele Bitcoiner nicht einverstanden sein.
Hiesboeck betont zudem, dass Bitcoin inzwischen zu einem reiferen Asset geworden ist. Die Renditen sind nicht mehr so wie in früheren Bullenmärkten. Damals konnte Bitcoin teils um Tausende Prozent steigen.
Theoretisch ist das auch heute noch möglich, doch dafür wären gewaltige Kapitalmengen nötig. Auf diesem Niveau ist Bitcoin noch nicht, und es ist fraglich, ob es überhaupt je dazu kommt.
Wahrscheinlicher ist, dass Bitcoin mit niedrigeren Renditen auskommen muss, doch vorerst schlägt die Digitalwährung in diesem Zyklus noch fast jede andere Anlageklasse.

Langsam aber sicher wird Bitcoin zu einem Asset, das viele Menschen zur Diversifikation mit ein paar Prozent im Portfolio halten.
Das alte Ethos, das gesamte Kapital in Bitcoin zu halten, wird immer seltener. Das ist inzwischen eher etwas für Puristen – und von denen gibt es immer weniger.
Das ist irgendwo auch logisch, denn gerade die enormen Renditen machten viele Menschen, wenn es um Bitcoin ging, fast zu Gläubigen.
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