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Gestern verzeichnete der Bitcoin-Kurs seinen schwächsten Tag seit einem Monat. Im Zuge der breiten Verkaufswelle an den Finanzmärkten verlor Bitcoin (BTC) mehr als drei Prozent. Damit fiel der Kurs erstmals seit mehr als zwei Monaten unter eine wichtige Durchschnittslinie. Das könnte weitere Verluste ankündigen.
Aktien gerieten massiv unter Druck, Edelmetalle verzeichneten hohe Verluste und Bitcoin fiel erstmals seit dem 16. August unter seine 50-Tage-Linie.
Am 17. August hatte der Kurs diese Linie deutlich überwunden und damit eine kräftige Rally eingeleitet. Eine Woche später notierte Bitcoin fast 30 Prozent höher. Mitte September beschleunigte sich der Kursanstieg erneut.
Schon mehrfach war die Rückkehr über diese Durchschnittslinie der Auftakt zu einer kräftigen Rally. Eine Garantie dafür ist sie allerdings nicht. Dass sich Bitcoin zuletzt zwei Monate darüber hielt, zeigt die bisherige Dominanz der Käufer.
In den vergangenen Wochen war Bitcoin zwar mehrfach unter die Linie gefallen, hatte zum Handelsschluss aber jedes Mal wieder darüber notiert. Gestern schloss der Kurs jedoch bei 81.350 Dollar, während die 50-Tage-Linie knapp unter 81.800 Dollar verläuft.
Analyst Ted sieht dennoch bislang wenig Anlass zur Sorge, da das Chartbild auf Wochenbasis weiterhin intakt sei. Die folgende Grafik verdeutlicht das.

Bitcoin hält sich weiterhin über der Unterstützungszone knapp oberhalb von 80.000 Dollar, die im Mai und August noch als Widerstand gedient hatte. Ein Rückgang unter diese Zone bleibt zwar möglich. Der Chart zeigt jedoch, dass dort großes Kaufinteresse besteht.
Zudem zeichnet sich seit einiger Zeit eine versteckte bullische Divergenz ab: Der Kurs liegt weiterhin deutlich über dem Tief des Vormonats, während das Momentum weiter nachgegeben hat.

Der renommierte Analyst Benjamin Cowen beurteilt die kurzfristigen Aussichten etwas skeptischer. Er erwartet, dass Bitcoin seine Korrektur bis zum sogenannten Bull Market Support Band fortsetzt.
Diese Zone im Wochenchart liegt zwischen zwei Linien: dem gleitenden 20-Wochen-Durchschnitt und dem exponentiell gleitenden 21-Wochen-Durchschnitt. In einem Bullenmarkt dient sie als Unterstützung.
Seit dem Ausbruch im August ist Bitcoin noch nicht zu diesem Band zurückgekehrt. Ein solcher Rücklauf ist nicht zwingend erforderlich. Entscheidend ist jedoch, dass sich der Kurs oberhalb des Bandes hält.
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