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Bitcoin könnte nach dem jüngsten Kursanstieg weiter zulegen, behaupten mehrere Marktanalysten. Die Kryptowährung stieg am Mittwoch um über 8 Prozent und wurde kurzzeitig nahe 94.000 Dollar gehandelt. Laut Analysten deuten verschiedene Signale auf einen lokalen Boden und nachlassenden Verkaufsdruck hin.
Ein neuer Bericht von Bitfinex zeigt, dass die Spekulation am Markt deutlich zurückgegangen ist und viele gehebelte Positionen abgebaut wurden. Das verringert das Risiko plötzlicher Verkaufswellen, wie am 10. Oktober, als rund 19 Milliarden Dollar an offenen Positionen liquidiert wurden.
Dieser Kapitalabfluss führte zu einem breiteren Rückgang am Kryptomarkt, mit einem Bitcoin-Tief bei rund 82.000 Dollar am 21. November. Inzwischen scheint dieser Druck nachzulassen.
„Die Kombination aus extremer Deleveraging-Phase, Kapitulation unter kurzfristigen Haltern und frühen Signalen von Verkäufermüdigkeit schafft eine Basis für Stabilisierung und eine mögliche ‚Relief Bounce‘“, so Bitfinex.
Der Dezember ist traditionell ein ruhiger Monat für Bitcoin, mit einer durchschnittlichen Rendite von knapp unter 5 Prozent seit 2013. Die jüngsten Bewegungen folgen jedoch nicht den üblichen saisonalen Mustern: Im November fiel der Bitcoin Kurs um mehr als 17 Prozent, obwohl er historisch gesehen der stärkste Monat ist.
Immer mehr Marktbeobachter stellen daher infrage, ob der bekannte Vierjahreszyklus noch maßgeblich ist. Analyst PlanC erklärt, „dass dieser Zyklus nicht wie die vorherigen aussieht“. Auch Quinten Francois verweist darauf, dass Bitcoin seiner Ansicht nach näher an einem Boden als an einem Top steht.
Wie Bitcoin das Jahr beendet, bleibt ungewiss, auch wenn einige Analysten optimistisch sind, dass der Aufwärtstrend sich bis 2026 fortsetzen kann. BitMine-Vorsitzender Tom Lee rechnet sogar damit, dass Bitcoin noch vor Jahresende erneut über 100.000 Dollar steigen könnte.
Der Markt scheint sich vorerst in einer Phase der Restabilisierung zu befinden – mit weniger Hebelrisiken und abnehmendem Verkaufsdruck. Ob das für eine nachhaltige Erholung reicht, hängt nach Ansicht von Analysten von der fundamentalen Nachfrage, der Liquidität und dem breiteren makroökonomischen Umfeld ab.
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