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Bitcoin (BTC) scheint erneut aus seinem Seitwärtstrend auszubrechen. Ein Szenario, das Anleger in den vergangenen Monaten bereits mehrfach beobachten konnten – allerdings ohne eine überzeugende Anschlussbewegung. Dennoch gibt es laut dem unter Pseudonym agierenden Analysten „Passed Pawn“ Gründe für die Annahme, dass diese Bewegung mehr als nur ein weiterer Fehlstart sein könnte.
Passed Pawn mahnt jedoch zur Vorsicht. „Ehrlicherweise muss man sagen: Bitcoin hat schon häufiger in einer solchen Konstellation, nur um dann wieder zwei Monate seitwärts zu gehen.“ Dennoch sieht er eine Kombination von Faktoren, die den aktuellen Moment von früheren Versuchen abhebt.
Ein erster Punkt, den er anspricht, ist das relative Renditeverhalten von Bitcoin im Vergleich zu Edelmetallen. Laut Passed Pawn hat Bitcoin die Anstiege in anderen Vermögenswerten, die von der Geldentwertung profitieren, weitgehend verpasst.
Insbesondere Edelmetalle übernahmen hierbei die Vorreiterrolle. „Bitcoin ist in der Debasement-Rally in anderen Märkten deutlich auf der Strecke geblieben,“ so seine Einschätzung. Das schaffe Raum für eine Aufholjagd, ohne dass neue makroökonomische Impulse nötig seien.
Auch das Timing spielt eine Rolle. Die große Liquidationswelle vom 10. Oktober führte zu einer deutlichen Bereinigung der Positionen. Fremdkapitalhebel wurden abgebaut, spekulative Marktteilnehmer („weak hands“) aus dem Markt gedrängt.
Laut Passed Pawn hatte dieser Prozess nun genug Zeit, um sich zu entfalten. „Die Positionierung ist sauberer als seit langem,“ lautet seine Analyse, was die Chancen auf eine nachhaltigere Bewegung seiner Meinung nach erhöht.
Das wichtigste Argument liegt laut ihm jedoch außerhalb der Charttechnik. Bitcoin passe immer besser zur geopolitischen Realität, in der sich Anleger befinden. Er verweist dabei auf eine Reihe struktureller Entwicklungen:
„Bitcoin wurde schlichtweg für dieses Umfeld entworfen,“ erklärt Passed Pawn. Nicht als perfekte Absicherung, sondern als Alternative, die außerhalb des traditionellen Systems agiert.
Gleichzeitig dämpft er die Euphorie. Er rechnet nicht mit einer strukturellen Entkopplung von Technologieaktien oder breiteren Risikoanlagen. „Bitcoin wird weiterhin im Gleichklang mit Tech agieren,“ so seine Einschätzung. Innerhalb dieses Rahmens hält er jedoch ein Aufholen für wahrscheinlich.
Der Kern seines Arguments ist nüchtern: Nicht, dass Bitcoin plötzlich alles anders macht, sondern dass die Umstände jetzt günstiger sind als bei früheren gescheiterten Ausbrüchen. Ob das für einen nachhaltigen Trend ausreicht, wird der Markt zeigen müssen. Laut Passed Pawn handelt es sich jedoch erstmals seit Monaten um ein Szenario, das ernst genommen werden sollte.
Am heutigen Tag scheint der Bitcoin-Kurs dieser These zu folgen, denn erstmals seit Monaten notiert der Kurs wieder über der Marke von 95.000 Dollar.
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