Der Mitbegründer der Kryptobörse BitMEX, Arthur Hayes, erwartet, dass der Bitcoin-Kurs in den kommenden Jahren stark steigen könnte, sollte die US-Zentralbank erneut massiv Geld in die Wirtschaft pumpen. In einer neuen Analyse vergleicht er die Situation mit der Politik während der Corona-Pandemie.
Kann Bitcoin explodieren wie während der Corona-Pandemie?
Hayes weist darauf hin, dass die Federal Reserve damals große Mengen an Staatsanleihen aufkaufte und so die Geldmenge erheblich vergrößerte. Laut ihm ist es wahrscheinlich, dass die Fed unter einer erneuten Präsidentschaft von Donald Trump noch weiter gehen wird. „Ich glaube, dass die Fed fünfzig Prozent oder mehr aller neu ausgegebenen Staatsanleihen kaufen wird, da noch weniger ausländische Zentralbanken bereit sind, amerikanische Schuldpapiere zu kaufen,“ schreibt er.
Er schätzt, dass die Zentralbank bis 2028 etwa 7,66 Billionen Dollar an neuem Kredit schaffen könnte. Auch die Geschäftsbanken könnten in diesem Zeitraum weitere 7,57 Billionen Dollar hinzufügen. Das würde ein Gesamtvolumen von über 15 Billionen Dollar an zusätzlichem Kredit bedeuten.
Bitcoin-Kurs stark korreliert mit dem Wachstum der Kreditvergabe
Während der Corona-Jahre zeigte sich laut Hayes, dass der Bitcoin (BTC)-Kurs stark mit dem Wachstum der Kreditvergabe korrelierte. „Während COVID stieg Bitcoin durchschnittlich um 0,19 Prozent für jeden zusätzlich gewährten Kreditdollar,“ so Hayes.
Sollte dieses Verhältnis erneut zutreffen, könnte dies theoretisch zu einem Bitcoin-Kurs von 3,4 Millionen Dollar im Jahr 2028 führen. „Glaube ich, dass das passieren wird? Nein, aber ich denke, dass der Kurs deutlich höher sein wird als die heutigen etwa 115.000 Dollar,“ sagt er.
Zum Zeitpunkt des Schreibens notiert Bitcoin bei etwa 113.000 Dollar. Hayes erwartet, dass eine lockerere US-Politik und eine neue Welle der Kreditvergabe in den nächsten drei Jahren eine wichtige Unterstützung für einen weiteren Anstieg des Bitcoin-Preises bieten könnten.
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