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Der Bitcoin-Kurs klettert vorsichtig auf 66.300 Dollar, doch das Vertrauen in den Markt bleibt fragil. Nach einem scharfen Kursrückgang in der Nacht und Liquidationen in Höhe von Hunderten Millionen Dollar fragen sich Anleger, ob diese Erholung Bestand hat oder nur eine kurze Atempause in einem nervösen Markt ist.
Bitcoin (BTC) fiel in der Nacht in kurzer Zeit um über 4 Prozent auf etwa 64.300 Dollar. Innerhalb von zwei Stunden verlor er mehr als 3.000 Dollar an Wert und damit waren nahezu alle Gewinne des Wochenendes zunichte gemacht. Am Samstag notierte der Bitcoin-Kurs noch bei 68.600 Dollar.
Inzwischen ist eine vorsichtige Erholung zu sehen und BTC steht bei rund 66.300 Dollar. Dennoch wirkt die Erholung fragil. Der plötzliche Rückgang führte zu mehr als 136.000 Liquidationen in 24 Stunden, was insgesamt 458 Millionen Dollar ausmachte. Der Großteil davon stammte aus gehebelten Long-Positionen. Anleger hatten auf einen weiteren Anstieg gesetzt und wurden von der Marktbewegung überrascht.
Technisch gesehen bewegt sich BTC erneut in Richtung der unteren Grenze der Handelsspanne, die nach dem Rückgang Anfang Februar entstand, als der Kurs kurzzeitig unter 60.000 Dollar fiel. Im Vergleich zum Allzeithoch von 126.000 Dollar im Oktober liegt Bitcoin nun 48 Prozent niedriger.
Dass die Spannung im Markt zunimmt, zeigt sich direkt im Crypto Fear and Greed Index. Der Indikator steht bei 14 von 100 Punkten. Das bedeutet, dass Anleger sich weiterhin in einer Phase extremer Angst befinden. Das Vertrauen ist brüchig und viele Investoren scheuen das Risiko.
Dennoch gibt es auch Analysten, die gerade in solchen Momenten Chancen sehen. Die Sharpe Ratio von Bitcoin liegt bei minus 38,4. Ein so extrem niedriger Wert trat in der Vergangenheit nur zweimal auf. Marktbeobachter meinen, dass dies mit Perioden zusammenfiel, in denen langfristige Investoren stillschweigend zu akkumulieren begannen, während der Rest des Marktes hauptsächlich in Angst verharrte.
Die Sharpe Ratio zeigt, wie viel Rendite im Verhältnis zum eingegangenen Risiko steht. Je niedriger das Ergebnis, desto schlechter erscheint das Risikoverhältnis zu diesem Zeitpunkt. Auffällig ist, dass Tiefpunkte in früheren Zyklen häufiger dann entstanden, wenn die Angst am größten war. Ob sich dieses Szenario nun wiederholt, hängt vom breiten Sentiment ab und davon, ob Anleger den Mut haben einzusteigen, während der Markt sichtbar auf wackligen Beinen steht.
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