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Der Bitcoin-Kurs steht erneut unter Druck, nachdem der jüngste Anstieg über 87.000 Dollar ins Stocken geraten ist. Analysten richten den Blick nun vor allem auf eine zentrale Unterstützungszone. Fällt Bitcoin (BTC) darunter, steigt aus ihrer Sicht das Risiko einer deutlich tieferen Korrektur.

Ein solcher Rückgang müsste allerdings nicht automatisch das Ende des aktuellen Aufwärtstrends bedeuten. Steigende US-Renditen sorgen derzeit für Gegenwind, während makroökonomische Entwicklungen Bitcoin auf längere Sicht eher stützen könnten.

Bitcoin-Kurs nähert sich entscheidender Marke

BTC stieg am 21. September noch auf über 87.400 Dollar, konnte die Gewinne aber nicht halten. Inzwischen ist der Bitcoin-Kurs auf rund 83.000 Dollar zurückgefallen. Damit rückt eine wichtige Unterstützung bei etwa 82.000 Dollar immer näher.

Diese Marke spielte bereits früher in diesem Jahr eine zentrale Rolle. Im Mai scheiterte der Bitcoin-Kurs im Bereich von 82.000 Dollar, worauf im Juni ein Rückgang auf rund 57.000 Dollar folgte. Auch Anfang September erwies sich diese Schwelle zunächst als schwer zu überwinden. Am Ende gelang der Ausbruch, sodass der frühere Widerstand nun als Unterstützung dienen kann.

Jeff Anderson, Leiter des US-Geschäfts von STS Digital, bezeichnet 82.000 Dollar deshalb als wichtigste Marke, die Anleger im Blick behalten sollten.

„Die Marke, auf die es jetzt ankommt, liegt bei 82.000 Dollar“, sagt Anderson. In diesem Bereich habe sich zuvor ein Doppeltop gebildet. „Ein Bruch nach unten dürfte einen Rücksetzer in den oberen 70.000-Dollar-Bereich auslösen.“

Eine solche Bewegung würde nach Einschätzung Andersons nicht automatisch bedeuten, dass die breitere Rally beendet ist. Faktoren wie die US-Inflation und die Unsicherheit am Markt für US-Staatsanleihen könnten die Nachfrage nach Bitcoin längerfristig stützen.

US-Renditen setzen Bitcoin unter Druck

Anderson sieht die Ursache der aktuellen Schwäche vor allem am US-Anleihemarkt. Die Kurse von US-Staatsanleihen sind gefallen, dadurch steigen die Renditen. Das macht riskantere Anlagen wie Bitcoin und Aktien vergleichsweise weniger attraktiv.

Auch Lacie Zhang, Research-Analystin bei Bitget Wallet, blickt auf dieselbe Unterstützungszone. Aus ihrer Sicht liegt der entscheidende Bereich zwischen 81.500 und 83.000 Dollar.

Solange Bitcoin oberhalb dieser Zone bleibt, sieht Zhang die Marktstruktur weiterhin positiv. Eine tiefere Korrektur werde wahrscheinlicher, wenn mehrere negative Signale gleichzeitig auftreten.

Dabei richtet sie den Blick unter anderem auf die US-Spot-Bitcoin-ETFs. Fließt dort an mehreren Tagen in Folge Kapital ab, kann das darauf hindeuten, dass große Anleger vorsichtiger werden. Gleichzeitig stellt ein weiterer Anstieg der Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen ein Risiko dar.

Bricht zusätzlich die Unterstützung unterhalb von 82.000 Dollar, steigt Zhang zufolge die Wahrscheinlichkeit eines größeren Rücksetzers.

Bitcoin-Bullen blicken auch auf 80.000 Dollar

Nicht jeder Analyst zieht die Grenze exakt bei 82.000 Dollar. Iliya Kalchev von Nexo Dispatch schaut vor allem auf 80.000 Dollar.

Ein klarer und anhaltender Rückgang unter diese Marke würde aus seiner Sicht darauf hindeuten, dass der Markt vorerst noch nicht bereit für eine neue Aufwärtsbewegung ist. Eine Erholung von den aktuellen Niveaus könnte das technische Bild dagegen rasch verändern.

Wenn die Käufer wieder an Stärke gewinnen, könnte der Bitcoin-Kurs laut Kalchev auf deutlich über 90.000 Dollar steigen. Die Spanne zwischen positivem und negativem Szenario bleibt damit vergleichsweise eng.

Neben den technischen Marken erhalten Anleger demnächst neue Daten zur US-Inflation. Besonders wichtig ist der PCE-Preisindex. An dieser Inflationskennziffer orientiert sich die US-Notenbank bei ihrer Zinspolitik besonders stark.

Nach Einschätzung Andersons könnte diese Inflationszahl dem Markt eine neue Richtung geben, vor allem weil Anleger abschätzen wollen, wie lange der Preisdruck hoch bleibt. Damit könnten die anstehenden makroökonomischen Daten mit darüber entscheiden, ob Bitcoin die wichtige Unterstützung verteidigen kann.

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