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Obwohl Bitcoin (BTC) positiv auf die gestrige Zinserhöhung der US-Notenbank reagiert, lässt die Nachfrage nach der Kryptowährung spürbar nach. Damit wirkt der Kurs anfälliger, als es die jüngste Erholung vermuten lässt.
Der Bitcoin-Kurs ist in den vergangenen zwei Wochen um knapp 9 Prozent gefallen. Gestern lag er zeitweise noch bei rund 75.000 US-Dollar, seit dem Zinsentscheid hat er sich jedoch bereits um fast 2 Prozent erholt.
Damit kehrt am Markt wieder etwas Zuversicht zurück. Eigentlich müsste eine Zinserhöhung Bitcoin doch belasten?
Ja, auf dem Papier wäre eine Zinserhöhung für Bitcoin tatsächlich ungünstig. Doch diese Entscheidung war bereits eingepreist , während die langfristigen Renditen nun sogar fallen.
Weitere Zinserhöhungen sind zwar sehr wahrscheinlich, doch der Markt scheint zunehmend darauf zu setzen, dass es der Notenbank gelingt, die Inflation unter Kontrolle zu bringen. Diese langfristigen Renditen sind die wichtigste Referenzgröße für Bitcoin.
Unter der Oberfläche sieht die Lage dennoch weniger robust aus, als es der Kursverlauf nahelegt. Glassnode hat die wichtigsten Punkte in einem neuen Newsletter zusammengetragen.
Der Bitcoin-Kurs ringt derzeit um den True Market Mean, also den durchschnittlichen Kaufpreis der noch aktiven Anleger. Dieses Niveau liegt bei rund 76.700 US-Dollar. Zum ersten Mal seit Januar konnte sich Bitcoin mehrere Wochen darüber halten.
In den vergangenen zwei Tagen schloss der Kurs jedoch unterhalb dieser Linie. Laut Glassnode könnte das darauf hindeuten, dass die Abwärtsbewegung noch nicht beendet ist. Eine weitere wichtige Marke ist der durchschnittliche Kaufpreis der jüngsten Käufer, der derzeit bei 71.300 US-Dollar liegt.

Für den Analysten Rekt Capital ist dies nun der „Moment der Wahrheit“ für Bitcoin. Sowohl der Kurs als auch der Relative Strength Index (RSI), ein viel beachteter Momentumindikator, haben wichtige Widerstandslinien erreicht.
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