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Bitcoin ist am 20. Januar auf fast 110.000 Dollar gestiegen, kurz vor der Amtseinführung von Donald Trump als nächster Präsident der Vereinigten Staaten. Inzwischen wird der Kurs bereits einige tausend Dollar niedriger gehandelt, und in den letzten Stunden ist kein neuer Bitcoin-Hype entstanden.
Es scheint, dass die Amtseinführung von Donald Trump ein klassisches „Sell the News“-Ereignis für Bitcoin war.
In der Geschichte der digitalen Währung haben wir es schon häufiger erlebt, dass der Markt auf einen bestimmten Moment hingefiebert hat, nur um dann eine Kurskorrektur serviert zu bekommen. Auch gestern war das wieder der Fall.
Die Erwartungen an die Amtseinführung von Donald Trump waren hoch. Würde er eine strategische Bitcoin-Reserve ankündigen? Die Antwort lautet vorerst nein.
Das ist irgendwo auch logisch, denn Trump hat im Moment wichtigere Themen auf seiner Agenda als Bitcoin. Er wird in den kommenden Monaten sicherlich etwas über die digitale Währung sagen, aber vorerst müssen wir uns noch gedulden.
Auch auf dem Derivatemarkt bleibt es vorerst ruhig um Bitcoin. Laut Marcel Pechman von Cointelegraph ist die Risikobereitschaft unter Anlegern derzeit nicht besonders hoch.
„Trotz des enormen Preisanstiegs bleibt die Stimmung unter Bitcoin-Whales und Market Makern stabil. Laut den Derivatdaten gab es wenig Vertrauen in einen weiteren Anstieg über 110.000 Dollar – zumindest kurzfristig,“ so Pechman.

Obwohl auf dem Futures-Markt derzeit eine Prämie von 14 % auf Bitcoin gezahlt wird, spiegelt dies laut Pechman eine gewisse Skepsis unter professionellen Anlegern wider.
„Historisch gesehen wurde die Prämie auf Bitcoin-Futures während echter bullischer Anstiege auf über 30 % getrieben,“ sagt Pechman. In dieser Hinsicht müssen wir uns also offenbar noch gedulden.
Angesichts der makroökonomischen Situation ist das jedoch keine Überraschung. Derzeit sehen wir ziemlich hohe Zinssätze auf den US-Anleihemärkten, die möglicherweise einen gewissen Abwärtsdruck auf die Wirtschaft und die Finanzmärkte ausüben werden.
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