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Bitcoin (BTC) verliert an Boden gegenüber Gold, das zum Jahresende hin neue Rekorde bricht. Während Zentralbanken in großem Stil Gold aufkaufen, bleibt der Bitcoin-Kurs zurück. Damit gerät der Status von BTC als ’sicherer Hafen‘ erneut unter Druck. Doch Analysten sehen gerade in dieser Schwäche einen möglichen Wendepunkt für einen neuen Aufwärtstrend.
Der Goldpreis hat heute einen neuen Rekordwert erreicht und liegt nun über 4.521 US-Dollar pro Unze. Seit Jahresbeginn ist das Edelmetall um mehr als einundsiebzig Prozent gestiegen. Dieser beeindruckende Anstieg ist vor allem auf großangelegte Käufe durch Zentralbanken zurückzuführen.

Wochendiagramm Gold (Quelle: TradingView)
Besonders China spielt hierbei eine Schlüsselrolle. Schätzungen zufolge hat das Land mittlerweile rund 250 Tonnen Gold erworben, obwohl nicht alle Transaktionen offiziell gemeldet werden. Auch Polen hat seine Reserven erheblich erhöht und über 83 Tonnen zusätzliches Gold gekauft.
Für Länder wie China ist Gold keine gewöhnliche Anlage. Es wird als Absicherung gegen die Dominanz des US-Dollars, gegen geopolitische Sanktionen und als Puffer in wirtschaftlichen Unsicherheiten genutzt. Durch den Aufbau von Goldreserven versuchen diese Länder, ihre Abhängigkeit vom westlichen Finanzsystem zu verringern.
Während Gold Rekorde bricht, bleibt Bitcoin auffallend ruhig. Der Bitcoin-Kurs liegt derzeit bei etwa 87.000 US-Dollar, fast sechs Prozent niedriger als zu Beginn des Jahres 2025. Damit schneidet BTC deutlich schwächer ab als Gold.
Im Oktober verzeichnete Bitcoin noch ein Allzeithoch von über 126.000 US-Dollar. Seitdem ist der Kurs um etwa einunddreißig Prozent gefallen. Der Krypto-Analyst Daan Crypto Trades weist auf den großen Kontrast hin: Gold fügte allein am Montag eine Billion US-Dollar zum Marktwert hinzu.
In diesem Tempo steigt der Gesamtwert von Gold alle paar Tage um einen Betrag, der mit der gesamten Marktkapitalisierung von Bitcoin vergleichbar ist, die bei etwa 1,7 Billionen US-Dollar liegt.
Die unterschiedlichen Leistungen der beiden Assets stellen den Vergleich zwischen Bitcoin und Gold erneut infrage. Während Gold seit Jahrzehnten als weltweit anerkanntes Reserve-Asset fungiert, hängt Bitcoin noch stark vom Marktsentiment privater Anleger ab.
Laut vielen Kritikern verhält sich BTC in der aktuellen Lage hauptsächlich wie eine risikoreiche Anlage und nicht wie der sichere Hafen, der oft versprochen wird.
Trotzdem sieht der niederländische Analyst Michaël van de Poppe ein historisches Perspektive. Er weist auf frühere Phasen hin, in denen der Relative Strength Index (RSI) von Bitcoin ähnliche Tiefpunkte erreichte, wie in den Jahren 2015, 2018 und 2022. In diesen Jahren folgte oft eine starke Rallye, in der BTC im darauffolgenden Jahr besser abschnitt als Gold.
Laut Van de Poppe bedeutet die jüngste Schwäche nicht, dass Bitcoin an Wert verliert. Sie zeigt jedoch, dass BTC derzeit eine andere Rolle im Finanzsystem einnimmt als Gold.
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