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Nach zwei schwachen Handelstagen in Folge haben die US-amerikanischen Bitcoin-Fonds gestern wieder Kapital angezogen. Der Bitcoin-Kurs steht allerdings weiter unter Druck. Verantwortlich dafür sind offenbar vor allem die massiven Verkäufe aus den USA.
Die Bitcoin-ETFs verzeichneten gestern Nettozuflüsse von 110,3 Millionen Dollar. Das Ergebnis ist jedoch ausschließlich BlackRock zu verdanken: Das gesamte frische Kapital floss in den IBIT-Fonds des weltgrößten Vermögensverwalters.
Insgesamt sind an den US-Börsen zwölf Fonds notiert, die den Bitcoin-Kurs abbilden. Diese ETFs halten tatsächlich Bitcoin. Anleger können über ihre Bank oder ihren Broker Anteile kaufen.
Bei Nettozuflüssen muss der Fondsverwalter zusätzliche Bitcoin kaufen. Ziehen Anleger Kapital ab, werden dagegen Coins verkauft, was den Kurs belastet.
Die gestrigen Zuflüsse folgen auf zwei schwache Börsentage. Am Freitag flossen 137,9 Millionen Dollar ab. Am Donnerstag wurde mit 635,9 Millionen Dollar sogar der höchste Abfluss seit mehr als vier Monaten verzeichnet.

Der Bitcoin-Kurs erreichte Anfang Oktober einen Höchststand und hat seitdem bereits neun Prozent verloren. Damit zeichnet sich die vierte Wochenkerze in Folge mit Verlusten ab, wobei die laufende Woche noch ganz am Anfang steht.
Ein positives Signal deutet sich allerdings im Chart an: eine sogenannte versteckte bullische Divergenz. Während Bitcoin ein höheres Tief bildet, ist das Momentum bereits unter sein vorheriges Tief gefallen.

Der Bitcoin-Kurs ist mit einem leichten Minus in die Woche gestartet. Nicht zum ersten Mal entfielen die stärksten Verluste auf die US-Handelszeiten.
Dazu passt der deutliche Kursabschlag bei der US-Kryptobörse Coinbase. Anleger aus den Vereinigten Staaten verkaufen ihre Coins in großem Umfang und setzen damit den Bitcoin-Kurs unter Druck.
Das zeigt der Coinbase Bitcoin Premium. Der Indikator vergleicht den Bitcoin-Kurs auf Coinbase mit den Kursen an internationalen Börsen wie Binance.
Ist Bitcoin auf Coinbase teurer, deutet das auf eine hohe Nachfrage aus den USA hin. Die Prämie ist dann positiv. Wird der Coin dort günstiger gehandelt, ist der Verkaufsdruck in den USA größer als andernorts und die Prämie fällt unter null.
Letzteres ist schon seit Längerem der Fall. Inzwischen liegt die Prämie sogar auf dem niedrigsten Stand seit Juni.
Als der Indikator zuletzt so tief stand, bildete Bitcoin einen Boden. Anschließend erholte sich der Kurs um rund 50 Prozent.
Eine erneute Erholung ist damit nicht garantiert. Der Wert zeigt aber, wie stark der Verkaufsdruck am Markt derzeit ist.
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