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Bitcoin (BTC) findet an der Wall Street offenbar wieder Zuspruch. Die US-Bitcoin-Fonds haben den dritten Tag in Folge Kapital angezogen – jeweils mehr als 100 Millionen Dollar. Damit fällt die Bilanz für Oktober wieder positiv aus. Der Kurs gerät allerdings immer wieder unter Druck.
Die börsengehandelten Fonds, die den Bitcoin-Kurs abbilden, verzeichneten gestern Nettozuflüsse von 137,3 Millionen Dollar. In drei Tagen sind damit insgesamt gut 423 Dollar zugeflossen. Fast das gesamte Kapital ging an BlackRock.
Die Zuflüsse sind zwar nicht außergewöhnlich hoch, markieren aber eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Ende der vergangenen Woche. An den letzten beiden Handelstagen flossen gut 773 Millionen Dollar ab. Der Donnerstag brachte sogar das schlechteste Ergebnis seit vier Monaten.

BlackRock ist der größte Vermögensverwalter der Welt. Auch sein IBIT ist mit Abstand der größte Bitcoin-Fonds. Diese Woche flossen 397,7 Millionen Dollar in das börsengehandelte Produkt. Das entspricht 94 Prozent der gesamten Nettozuflüsse.
Auch auf Monatssicht weisen die Fonds inzwischen wieder Nettozuflüsse aus. Derzeit liegt das Plus bei gut 111 Millionen Dollar. Bei noch drei ausstehenden Handelstagen ist der Ausgang allerdings offen. Es könnte der vierte Monat mit Zuflüssen in Folge werden. Zuletzt gelang eine solche Serie von April bis Juli vergangenen Jahres.
Die Kursentwicklung von Bitcoin hängt eng mit den Kapitalbewegungen der US-Fonds zusammen. Bei Zuflüssen kaufen die Fondsverwalter zusätzliche Bitcoins, bei Abflüssen verkaufen sie Coins.
Der Zusammenhang wirkt auch in die andere Richtung: Ein steigender Kurs zieht neue Anleger an, während fallende Kurse die Stimmung belasten.
Nach drei starken Monaten hat der Bitcoin-Kurs im Oktober deutlich an Dynamik verloren. Dabei gehört der Oktober historisch zu den besten Monaten für die Kryptowährung. Nicht ohne Grund wird er auch als „Uptober“ bezeichnet.
Aktuell liegt Bitcoin im Monatsverlauf mehr als vier Prozent im Minus. Längerfristig betrachtet notiert der Kurs allerdings noch immer deutlich über dem Niveau des Sommers.
Die Marktstruktur hat sich deutlich verändert. Gleichzeitig belasten weiterhin mehrere Faktoren den Kurs: der hohe Ölpreis, hohe Anleiherenditen, Inflationssorgen, Zweifel an den Börsen über KI-Investitionen und die Unsicherheit vor den anstehenden US-Zwischenwahlen.
Nach Einschätzung des Analysten Rekt Capital könnte der Kurs noch etwas weiter fallen, wenn die Monatskerze unter 82.500 Dollar schließt.
Derzeit notiert Bitcoin bei rund 80.000 Dollar. Heute Nachmittag könnten wichtige Inflationsdaten aus den USA erneut für starke Kursschwankungen sorgen.
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