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ASML hat starke Quartalszahlen vorgelegt. Besonders bemerkenswert ist dabei ein Signal an die Anleger: Einige Kunden wollen bereits jetzt Maschinen für 2029 und sogar 2030 bestellen.
Das unterstreicht die derzeit hohe Nachfrage nach modernen Anlagen zur Chipherstellung. Laut Konzernchef Christophe Fouquet schrauben die Kunden ihre kurz- und mittelfristigen Erwartungen vor allem wegen des Umfangs und der Dauer der Investitionen in die KI-Infrastruktur nach oben.
Der Umsatz erreichte im dritten Quartal einen Rekordwert von 11,66 Milliarden Euro und lag damit nahezu auf dem erwarteten Niveau von 11,72 Milliarden Euro.
Beim Nettogewinn übertraf ASML die Erwartungen dagegen deutlich. Das Unternehmen verdiente 4,96 Milliarden Euro statt der erwarteten rund 4,1 Milliarden Euro. Damit lag der Gewinn gut 20 Prozent über den Analystenschätzungen.
Noch wichtiger sind die Aussagen von ASML zu den kommenden Jahren. Die für 2027 und 2028 geplanten Kapazitäten reichen nach Unternehmensangaben nicht aus, um die erwartete Kundennachfrage vollständig zu bedienen.
ASML prüft deshalb, ob sich die Kapazitäten 2028 stärker ausbauen lassen als um die bislang vorgesehenen 30 Prozent. Das ist ein besonders deutliches Signal für die Stärke der Nachfrage.
Entscheidend ist nicht mehr allein, ob ASML genügend Aufträge erhält, sondern ob das Unternehmen schnell genug Maschinen produzieren kann.
Auch die nächste Maschinengeneration setzt sich zunehmend durch. Samsung und TSMC haben sich inzwischen zum Einsatz der High-NA-EUV-Anlagen von ASML verpflichtet.
Diese Technologie ist für die Herstellung künftiger Generationen hochmoderner Chips wichtig und könnte den durchschnittlichen Verkaufspreis der ASML-Anlagen weiter erhöhen.
ASML hob zudem die Untergrenze seiner Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2026 an. Das Unternehmen rechnet nun mit 44 bis 45 Milliarden Euro Umsatz statt bislang 43 bis 45 Milliarden Euro.
Für das vierte Quartal erwartet ASML einen Umsatz von 14,2 bis 15,2 Milliarden Euro. Das obere Ende dieser Spanne liegt deutlich über den aktuellen Analystenschätzungen.
Die Nachfrage nach ASML-Anlagen ist weiterhin so hoch, dass Kunden inzwischen Jahre im Voraus bestellen wollen. ASML muss daher erneut prüfen, wie schnell sich die Produktionskapazitäten ausbauen lassen.
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