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Die asiatischen Börsen sind am Freitag mit Gewinnen gestartet, nachdem frühere Verluste aufgeholt wurden. Anleger nehmen bei Chipwerten weiter Gewinne mit, doch der breitere Markt erholte sich bemerkenswert robust.
Besonders Südkorea sticht hervor. Der Kospi legte um fast 5 Prozent zu, nachdem der Index zuvor wegen der Schwäche im Chipsektor deutlich unter Druck geraten war. Auch Japan, Australien, Hongkong und China verbuchten Gewinne.

Die Gewinner des KI- und Chipbooms geraten unter Druck, doch andere Marktbereiche übernehmen zunehmend die Führung.
In den USA schloss die Wall Street am Mittwoch uneinheitlich. Der Dow Jones erreichte nach einem schwächer als erwartet ausgefallenen Arbeitsmarktbericht für Juni ein neues Rekordhoch. Der Bericht nährte die Hoffnung, dass die Federal Reserve weniger restriktiv vorgehen muss. Für zinssensible Marktsegmente war das eine positive Nachricht.
Der Dow legte um gut 1 Prozent auf einen Rekordstand von 52.900 Punkten zu. Der S&P 500 schloss nahezu unverändert, während der Nasdaq um 0,8 Prozent nachgab.
Der Markt belohnt derzeit nicht mehr automatisch alles, was mit Wachstum und Technologie zu tun hat. Anleger suchen vielmehr nach Branchen, die von nachlassenden Zinssorgen profitieren könnten, deren Bewertungen aber noch nicht stark gestiegen sind. Häufig handelt es sich dabei um kleinere Unternehmen. Große Konzerne leiden weniger unter höheren Zinsen.
Der Schwachpunkt bleibt der Chipsektor. Der VanEck Semiconductor ETF verlor den zweiten Tag in Folge an Boden und fiel um 4,5 Prozent. Teradyne brach um mehr als 13 Prozent ein, KLA verlor über 11 Prozent, Nvidia gab um 1,4 Prozent nach und Micron büßte 5,5 Prozent ein.

Nach der enormen Rally der vergangenen Monate kommt das nicht überraschend. Chipwerte standen im Zentrum der KI-Wette, viele Kurse hatten künftiges Wachstum bereits weit vorweggenommen. Das muss jedoch nicht zwangsläufig das Ende des Bullenmarkts bedeuten. Solange sich der Verkaufsdruck auf überhitzte Marktbereiche beschränkt, kann diese Phase sogar gesund sein.
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