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Die asiatischen Börsen sind überwiegend fester in die Woche gestartet. Anleger scheinen die neuen Spannungen im Nahen Osten vorerst auszublenden, trotz weiterer Angriffe zwischen den Vereinigten Staaten und Iran.

Besonders Südkorea und Japan legten deutlich zu. Der Kospi stieg um fast 4 Prozent, der japanische Nikkei 225 gewann knapp 2 Prozent. Der breiter gefasste Topix rückte um 0,33 Prozent vor. In Australien blieb der S&P/ASX 200 nahezu unverändert. In Hongkong lag der Hang Seng dagegen fast 1 Prozent im Minus, während der chinesische CSI 300 leicht zulegte.

Südkoreas Kospi und Japans Nikkei legen zum Handelsstart deutlich zu.
Südkoreas Kospi und Japans Nikkei legen zum Handelsstart deutlich zu. Quelle: TradingView

Märkte blenden Kriegsrisiken aus

Der Anstieg fällt auf, weil sich die geopolitische Lage weiter zugespitzt hat. Laut CNBC griffen die Vereinigten Staaten drei iranische Öltanker an, nachdem US-Kriegsschiffe offenbar Ziel ballistischer Raketen geworden waren.

Damit bleibt das Risiko eines größeren Krieges in der Region bestehen. Für die Finanzmärkte steht dabei vor allem der Ölmarkt im Fokus. Jede Eskalation rund um Iran erhöht die Gefahr von Störungen der Energieströme, insbesondere über die Straße von Hormus.

Genau dieses Risiko beschäftigt Anleger seit Wochen. Höhere Ölpreise könnten die Inflation erneut anheizen. Für die Zentralbanken würde es dadurch schwieriger, ihre Geldpolitik zu lockern, selbst wenn der Arbeitsmarkt erste Schwächesignale zeigt.

Keine schnelle Einigung im Atomstreit

Die Aussagen des US-Energieministers Chris Wright tragen kaum zur Beruhigung bei. Aus seiner Sicht ist unklar, ob kurzfristig noch ein Atomabkommen mit Iran zustande kommt. Möglicherweise gehe es nicht um einen Deal, sondern darum, Irans Fähigkeit zur Entwicklung einer Atomwaffe zu zerstören.

Präsident Donald Trump hat wiederholt erklärt, die Verhinderung einer iranischen Atomwaffe sei ein zentrales Ziel der US-Kampagne. Zugleich sucht Washington offiziell weiter nach einer diplomatischen Lösung.

Die Märkte müssen damit zwei Szenarien zugleich einpreisen: Verhandlungen und eine weitere militärische Eskalation.

Die US-Aktienmärkte bleiben am Montag wegen eines Feiertags geschlossen. Dadurch richtet sich der Blick umso stärker auf Asien, Europa und den Ölmarkt. Entscheidend ist, ob Anleger die Spannungen weiter ignorieren, solange die Schäden an den Energieströmen begrenzt bleiben. Steigt der Ölpreis weiter, könnte die Ruhe schnell vorbei sein.

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