Die argentinische Präsident Javier Milei weist die Vorwürfe zurück, die gescheiterte Memecoin LIBRA beworben zu haben. Diese Anschuldigung wurde kürzlich in einer Klage gegen ihn erhoben. Laut Milei habe er lediglich „das Wort über das Projekt verbreitet“.
Sollte ein Präsident so etwas tun?
Selbst wenn Milei „nur das Wort verbreitete“, bleibt die Frage, ob das überhaupt notwendig war. Warum sollte sich ein Präsident in die Welt der Memecoins einmischen?
Ein ähnliches Beispiel haben wir bereits bei Donald Trump gesehen, der damit auf dem Papier Milliarden verdient hat. Ein guter Staatsführer sollte sich nicht mit solchen Dingen befassen, denn eine Memecoin ist nichts weiter als ein spekulatives Finanzobjekt.
Memecoins haben keinen fundamentalen Wert, und ein Präsident sollte seine Macht nicht nutzen, um mit solchen Projekten Geld zu verdienen.
Javier Milei behauptet jedenfalls, dass er nichts zu verbergen habe und in gutem Glauben gehandelt habe. Gleichzeitig räumte er jedoch ein, dass er „etwas daraus lernen kann“, was rund um LIBRA passiert ist.
Kaum Schäden für Argentinier
Der Präsident Argentiniens betont zudem, dass der Schaden für argentinische Bürger gering sei.
Er wurde zu den rund 44.000 Investoren des Projekts befragt. Daraufhin erklärte er, dass die Mehrheit davon Bots gewesen sei und im besten Fall nur etwa 5.000 Menschen tatsächlich investiert hätten.
„Ich kann dir sagen, dass die Wahrscheinlichkeit sehr gering ist, dass sich unter diesen Investoren viele Argentinier befinden“, so Milei.
Maria Fernanda Juppet, CEO der argentinischen Kryptobörse CryptoMKT, glaubt nicht, dass der Skandal um Milei das Verhalten der Menschen im Umgang mit Kryptowährungen im Land beeinflussen wird.
„Die meisten Transaktionen auf dem argentinischen Markt finden in dollargebundenen digitalen Währungen statt“, so Juppet. Damit verweist sie offensichtlich auf Stablecoins.
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