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Apple hat mit seinen Quartalszahlen die Erwartungen übertroffen, die Anleger jedoch nicht überzeugt. Die Aktie des US-Technologiekonzerns verlor am Montagabend im nachbörslichen Handel 2,8 Prozent.
Für Verunsicherung sorgt vor allem die Aussicht auf niedrigere Gewinnmargen in den kommenden Monaten. Der enttäuschende Margenausblick überschattet die starken iPhone-Verkäufe und eine positive Umsatzprognose.

Apple hat am Montag erstmals unter dem neuen Konzernchef John Ternus Quartalszahlen vorgelegt. Ternus hatte im September die Nachfolge von Tim Cook angetreten.
Der Umsatz stieg im vierten Quartal des abweichenden Geschäftsjahres um zwölf Prozent auf 114,5 Milliarden Dollar. Damit lag er leicht über den von Analysten erwarteten 113,5 Milliarden Dollar.
Auch der Gewinn übertraf die Erwartungen. Apple erzielte einen Gewinn je Aktie von 2,10 Dollar. Analysten hatten mit rund 2 Dollar gerechnet.
Besonders gut lief das Geschäft mit dem iPhone. Der Smartphone-Umsatz stieg um 17 Prozent auf 57,6 Milliarden Dollar. Auch die Erlöse mit Mac-Computern legten kräftig zu: Sie wuchsen um 24 Prozent auf 10,8 Milliarden Dollar.
Allerdings gab es auch Schwachstellen. In China blieb der Umsatz trotz eines Wachstums von 21 Prozent auf 17,5 Milliarden Dollar um mehr als eine Milliarde Dollar hinter den Erwartungen zurück.
Auch der Absatz von iPads und Zubehör enttäuschte. Der iPad-Umsatz erreichte 6,23 Milliarden Dollar. Analysten hatten 6,9 Milliarden Dollar erwartet.
Bei Wearables, zu denen die Apple Watch und die AirPods zählen, sank der Umsatz um knapp acht Prozent auf 8,3 Milliarden Dollar.
Ausschlaggebend für den Kursrückgang war der Ausblick auf das wichtige Weihnachtsquartal.
Apple rechnet mit einem Umsatzwachstum von sieben bis zehn Prozent und liegt damit über den von Analysten erwarteten 6,1 Prozent. Zugleich warnt der Konzern jedoch vor weiterem Druck auf die Gewinnmargen.
Für das laufende Quartal erwartet Apple eine Bruttomarge von 45 bis 46 Prozent. Analysten waren von rund 47 Prozent ausgegangen. Im abgelaufenen Quartal hatte die Marge noch 47,9 Prozent betragen, im Quartal davor sogar mehr als 50 Prozent.
Als Hauptgründe nennt Apple steigende Kosten für Speicherchips und zusätzliche Ausgaben für die überarbeitete KI-Version des Sprachassistenten Siri.
Hinzu kommen Lieferprobleme bei mehreren neuen Produkten. Dadurch kann Apple die Nachfrage nicht immer unmittelbar bedienen.
Für Anleger ist das ein wesentliches Risiko. Selbst bei weiter steigenden Umsätzen kann die Profitabilität leiden, wenn die Kosten schneller wachsen.
Die negative Börsenreaktion folgt auf eine starke Phase der Apple-Aktie.
In den vergangenen Monaten ist der Börsenwert des Konzerns um rund eine Billion Dollar gestiegen. Anleger betrachteten Apple unter anderem als vergleichsweise sichere Anlage, während andere große Technologiekonzerne wegen ihrer enormen KI-Investitionen unter Druck standen.
Nach dem kräftigen Kursanstieg waren die Erwartungen an die Quartalszahlen entsprechend hoch.
Der neue Konzernchef John Ternus muss unterdessen mehrere wichtige Produkteinführungen begleiten. Apple hat kürzlich das faltbare iPhone Duo auf den Markt gebracht und neue MacBooks mit Touchscreens vorgestellt. Diese Produkte sollen vor allem im laufenden Quartal zum Umsatz beitragen.
Auch hier hängt der Erfolg jedoch davon ab, ob Apple genügend Geräte produzieren kann, um die Nachfrage zu bedienen.
Nach Einschätzung der Analysten von Bloomberg bleibt vor allem die sinkende Profitabilität von Apples Produkten ein zentraler Punkt.
Die Quartalszahlen zeigen, dass die Nachfrage nach iPhones vorerst hoch bleibt. Nach dem kräftigen Kursanstieg der vergangenen Monate sind Anleger jedoch weniger bereit, Enttäuschungen bei den Gewinnmargen hinzunehmen.
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