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Der Markt für Kredite innerhalb der sogenannten Decentralized Finance (DeFi) ist dieses Jahr um 72 Prozent gewachsen. Laut einer Studie von Binance Research ist dieser Anstieg vor allem auf das zunehmende Interesse von Institutionen und die Verwendung von tokenisierten realen Vermögenswerten als Sicherheit zurückzuführen.
Seit Januar ist der Gesamtwert, der in DeFi-Kreditprotokollen gebunden ist, von 53 Milliarden auf über 127 Milliarden Dollar gestiegen. Damit etabliert sich der Sektor zunehmend als Alternative zur traditionellen Kreditvergabe.

DeFi-Protokolle sind Systeme, die Kredite und Darlehen automatisch über Smart Contracts regeln. Banken oder andere finanzielle Zwischenhändler sind dabei nicht beteiligt.
Das Wachstum kommt laut Binance Research vor allem durch die Einführung von Produkten, die auf Institutionen abzielen. Ein Beispiel ist Horizon, ein Kreditmarkt von Aave Labs, wo Institutionen tokenisierte Anleihen oder private Kredite als Sicherheit für Stablecoin-Darlehen verwenden können.

„Diese Protokolle bieten einen programmierbaren und transparenten Rahmen, der Institutionen anzieht,“ so ein Sprecher von Binance Research.
Insbesondere Maple Finance und Euler zeigten bemerkenswerte Steigerungen. Ihr Wert wuchs dieses Jahr um jeweils 586 Prozent und 1466 Prozent.
Laut Binance Research sorgt die Integration von tokenisierten Anleihen und Staatsanleihen dafür, dass Kapitalmärkte effizienter und zugänglicher werden.
Weltweit sind mittlerweile 27,8 Milliarden Dollar an tokenisierten Vermögenswerten auf der Blockchain. Es handelt sich vor allem um private Kredite, die 15,9 Milliarden Dollar ausmachen, gefolgt von US-Staatsanleihen im Wert von 7,4 Milliarden Dollar.
Dennoch gibt es auch Risiken. Die Kreditbewertungsagentur Moody’s warnte zuvor, dass die Verwendung von Staatsanleihen als Sicherheit für DeFi-Aktivitäten zu neuen Risiken führen kann. Bei Kursschwankungen könnten mehrere Protokolle gleichzeitig betroffen sein.
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