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Nach einer turbulenten Woche für Technologieaktien zeichnet sich am US-Aktienmarkt heute eine Stabilisierung ab. Die Futures auf den S&P 500 bewegen sich kaum, während die Nasdaq-Futures leicht zulegen. Auf Wochensicht liegt der S&P 500 allerdings knapp 1 Prozent im Minus, die Nasdaq hat mehr als 2 Prozent verloren.

Der Dow Jones liegt dagegen gut 1 Prozent im Plus. Das deutet auf deutliche Umschichtungen am Aktienmarkt hin.

Anleger ziehen sich aus Tech-Werten zurück, bleiben aber am Markt.
Anleger ziehen sich aus Tech-Werten zurück, bleiben aber am Markt. Quelle: TradingView

Anleger ziehen Kapital aus Tech-Aktien ab

Am Donnerstag legte der S&P 500 um 0,3 Prozent zu, der Dow gewann mehr als 500 Punkte. Die Nasdaq blieb dagegen nahezu unverändert.

Anleger verkaufen vor allem Aktien, die zuletzt stark von den Investitionen in künstliche Intelligenz profitiert haben, und schichten ihr Kapital in andere Marktsegmente um.

Besonders unter Druck stehen Hersteller von Speicherchips und anderen Speichermedien. Die Micron-Aktie hat seit Wochenbeginn mehr als 9 Prozent verloren. Auch Seagate und Western Digital verzeichnen Verluste. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Sorge vor wachsender Konkurrenz aus China.

Wachsende Schulden der KI-Branche bereiten Sorgen

Zudem hinterfragen Anleger zunehmend, wie die enormen Investitionen in Rechenzentren und Chips finanziert werden.

Die CoreWeave-Aktie liegt seit Wochenbeginn beispielsweise rund 15 Prozent im Minus. Anleger befürchten, dass sich einige KI-Unternehmen zu stark verschulden, während die Finanzierungskosten hoch bleiben.

CoreWeave verliert diese Woche fast 15 Prozent.
CoreWeave verliert diese Woche fast 15 Prozent. Quelle: TradingView

Umso wichtiger werden die Wachstumszahlen von Unternehmen wie OpenAI und Anthropic. Anthropic gab diese Woche bekannt, dass der Quartalsumsatz auf 16,8 Milliarden Dollar gestiegen ist. Das Wachstum ist damit weiterhin kräftig, fällt aber deutlich schwächer aus als zu Jahresbeginn.

Hohe Inflation belastet die Märkte

Neben den Sorgen um die Finanzierung des KI-Booms belastet auch die anhaltend hohe Inflation in den USA. Die Erzeugerpreise verzeichneten gestern den stärksten Anstieg seit 2022. Zugleich liegt die Teuerungsrate bei den Verbraucherpreisen weiterhin deutlich über dem Ziel der US-Notenbank Federal Reserve.

Hohe Energiepreise verstärken den Inflationsdruck. Damit bleiben weitere Zinserhöhungen möglich und die Finanzierungskosten hoch.

Asiens Börsen erholen sich deutlich

An den asiatischen Börsen zeichnet sich am Freitagmorgen eine Erholung ab. Der südkoreanische Kospi legt nach den massiven Kursverlusten zu Wochenbeginn um mehr als 4 Prozent zu. Der japanische Nikkei gewinnt knapp 2 Prozent.

Trotz der Stabilisierung bleibt die zentrale Frage offen: Können die Gewinne im KI-Geschäft schnell genug wachsen, um die enormen Investitionen und die steigenden Kosten der Verschuldung zu rechtfertigen?

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