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Die Krypto-Investmentabteilung des Wagniskapitalriesen Andreessen Horowitz (a16z) erklärt in einem neuen Bericht, dass Zero-Knowledge-Proofs (ZK-Proofs) eine Schlüsselrolle in der Zukunft von Krypto spielen könnten.
Die Technik kann ihren Angaben zufolge die Privatsphäre der Nutzer schützen, während Aufsichtsbehörden und Strafverfolgungsbehörden Betrug und Geldwäsche besser bekämpfen können. Damit entsteht eine seltene Chance, Privatsphäre und Regulierung zu vereinen.
Der Bericht erscheint kurz nach der Verurteilung von Roman Storm, Mitgründer des Krypto-Mixing-Dienstes Tornado Cash. Dieser Dienst ermöglichte es, Transaktionen zu verschleiern, was laut den Anklägern Kriminellen bei Geldwäsche half.
Die Forscher von a16z führen aus, dass ZK-Proofs gerade mehr Transparenz schaffen können. Sie ermöglichen es, die Herkunft von Kryptogeldern nachzuweisen, ohne dass Nutzer ihre vollständige Transaktionshistorie oder personenbezogene Daten offenlegen müssen.
Die Möglichkeiten gehen über den Finanzsektor hinaus. Mit Zero-Knowledge-Proofs kann jemand beispielsweise nachweisen, dass er oder sie volljährig ist oder eine bestimmte Staatsbürgerschaft besitzt, ohne Reisepass, Führerschein oder Geburtsurkunde vorzulegen.
Nach Aussage der Autoren ermöglicht diese Methode, Fakten zu bestätigen, ohne sensible Details wie Adresse oder Geburtsdatum offenzulegen. Das würde die Technologie auch für vielfältige alltägliche Anwendungen nutzbar machen.
Auch Aufsichtsbehörden zeigen Interesse an datenschutzfreundlicher Kryptografie. Hester Peirce, Kommissarin der US-Börsenaufsicht SEC, sprach sich kürzlich für den Schutz solcher Technologien aus.
Eine häufig geäußerte Sorge bleibt die Skalierbarkeit von ZK-Proofs, doch laut a16z wird dieses Problem immer kleiner. Innovationen sorgen dafür, dass die Technik weniger Rechenleistung erfordert und dadurch besser in großem Maßstab anwendbar ist. JPMorgan nutzt die Methode bereits in seinem eigenen Blockchain-Projekt Nexus.
Neben Zero-Knowledge-Proofs verweisen die Forscher auf alternative Techniken. Homomorphe Verschlüsselung ermöglicht Berechnungen, ohne die zugrunde liegenden Daten zu entschlüsseln. Multiparty Computing ermöglicht es mehreren Parteien, zusammenzuarbeiten, ohne ihre Daten zu teilen.
Auch Differential Privacy wird genannt, bei der große Datensätze analysiert werden können, ohne dass Individuen nachverfolgbar sind. All diese Techniken würden zu einer Zukunft beitragen, in der Privatsphäre und Compliance besser im Gleichgewicht sind.
Neue Technologien rufen den Forschern zufolge immer Bedenken hinsichtlich der Privatsphäre hervor, vom Telefon bis zum Internet. Die Blockchain stellt keine Ausnahme dar.
Dennoch kann gerade der Einsatz kryptografischer Innovationen ein Gleichgewicht schaffen: Transparenz für Aufsichtsbehörden und Schutz der Privatsphäre für Nutzer.
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