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Der Chiphersteller AMD hat die Anleger mit einer Umsatzprognose überrascht, die deutlich über den Erwartungen liegt. Dank der enormen Nachfrage nach Chips für künstliche Intelligenz rechnet das Unternehmen in den kommenden Monaten mit zusätzlichen Umsätzen in Milliardenhöhe.
Die AMD-Aktie legte am Dienstagabend im nachbörslichen US-Handel um rund 7 Prozent zu. Nach den jüngsten Kursverlusten an der Wall Street stärkt AMD damit das Vertrauen in den Technologiesektor.
AMD rechnet im vierten Quartal mit einem Umsatz von rund 17 Milliarden Dollar bei einer möglichen Abweichung von drei Prozent. Die Prognose liegt damit deutlich über den von Analysten erwarteten 16,3 Milliarden Dollar.
Die guten Aussichten sind vor allem auf die enorme Nachfrage nach Chips für KI-Rechenzentren zurückzuführen. Große Technologiekonzerne investieren Hunderte Milliarden Dollar in die Infrastruktur für die Weiterentwicklung künstlicher Intelligenz.
AMD profitiert erheblich von dieser Investitionswelle. Das Unternehmen hat sich zu einem wichtigen Anbieter von KI-Chips entwickelt und versucht, dem derzeitigen Marktführer Nvidia weitere Marktanteile abzunehmen.
Finanzchefin Jean Hu zufolge wächst die Nachfrage nach AMD-Produkten für Rechenzentren immer schneller. Das Unternehmen erwartet deshalb in den kommenden Monaten weitere Zuwächse bei Umsatz und Gewinn.
Der positive Ausblick kommt zu einem wichtigen Zeitpunkt. Technologieaktien standen in den vergangenen Wochen erheblich unter Druck. Anleger zweifeln zunehmend daran, ob sich die enormen KI-Investitionen am Ende ausreichend rentieren.
Die Zahlen von AMD geben den Anlegern daher wieder etwas Zuversicht. Sie zeigen, dass die Technologiekonzerne vorerst weiterhin hohe Summen in die KI-Infrastruktur investieren.
Dieser Optimismus zeigte sich am Dienstagabend auch bei anderen Technologieaktien. Die Papiere von CoreWeave, Nebius, Dell und Hewlett Packard Enterprise legten im nachbörslichen US-Handel ebenfalls zu.
Nicht nur der Ausblick fiel besser aus als erwartet. Auch die Ergebnisse des dritten Quartals übertrafen die Analystenprognosen.
AMD erzielte einen Umsatz von 13,4 Milliarden Dollar, ein Plus von 45 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Analysten hatten mit rund 13,1 Milliarden Dollar gerechnet.
Der bereinigte Gewinn lag bei 2,09 Dollar je Aktie und damit ebenfalls über den erwarteten 1,97 Dollar.
Besonders stark entwickelte sich das Geschäft mit Rechenzentren. Der Umsatz in diesem Bereich verdoppelte sich nahezu auf 8,5 Milliarden Dollar. Analysten hatten rund 8,2 Milliarden Dollar erwartet.
Damit zeigt sich immer deutlicher, wie wichtig KI für AMD geworden ist. Der Gesamtumsatz des Unternehmens ist inzwischen doppelt so hoch wie vor zwei Jahren.
Allerdings läuft nicht alles reibungslos.
Der gemeinsame Umsatz im Geschäft mit PC-Chips und Gaming sank um 8 Prozent auf 3,7 Milliarden Dollar. Der Markt für herkömmliche Computer leidet unter steigenden Preisen für Speicherchips.
Das hängt zum Teil mit dem KI-Boom zusammen. Rechenzentren benötigen enorme Speicherkapazitäten, weshalb weniger Speicherchips für Laptops und herkömmliche Computer verfügbar sind. Die höheren Preise dämpfen wiederum die Nachfrage.
Zudem erwartet AMD, dass die Bruttomarge im vierten Quartal leicht von 56 auf rund 55 Prozent sinkt. Nach Abzug der direkten Produktionskosten bleibt dem Unternehmen damit von jeweils 100 Dollar Umsatz etwas weniger übrig.
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